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Samstag, 31. Januar 2015

94 Grad




App-Bewertung
Mobiles Lernen – WS 14/15

App-Name
94 Grad
Anbieter
SCIMOB
Kurzbeschreibung
Anhand einer Abbildung soll ein gesuchter Begriff mittels einer Pinnwandnadel lokalisiert werden. Je näher die Nadel an der gesuchten Zone platziert wird, desto höher steigt die Temperatur, visualisiert durch die Farben Blau, Gelb, Orange und Rot (stellvertretend für kalt, wärmer, warm, heiß). Veranschaulicht wird das an einem Maskottchen, dessen Wohlbefinden durch die ansteigende Temperatur gleichsam verbessert wird. Die richtige Antwort liegt bei 94°, wie der Titel bereits andeutet.
Die Anzahl der Pins ist auf 50 Stück begrenzt, nach Platzierung/Vergabe aller Nadeln, hat der User die Möglichkeit, neue zu kaufen oder aber muss sich über 15 Minuten gedulden.
Bei richtiger Platzierung erhält der User vier Punkte, die in einen Kompass- oder Würfel-Joker zur Hilfestellung investiert werden können, und steigt ins nächste Level auf.
Die Begriffe stammen aus unterschiedlichsten Gebieten wie Biologie, Geographie, Mathematik, Musik etc. und deren Unterthemen. Außerdem sind Funktionen wie ein Multiplayer-Duell, Einblick in die eigene Position in einer nationalen Rangliste oder „Herausforderungen“ (Abfrage mit Zeitlimit), die Voraussetung zum Aufstieg ins nächste Level sind, spielbar.
Tester
Magdalena Keutgens
Datum
29.01.15
Getestete Version
2.1
Aktuelle Version
2.1
Erforderliche Android-Version
≥ 2.3
Getestet mit
Samsung Galaxy S4
Kosten
-
Zielgruppe
Jedermann – nahezu unabhängig von Alter (teilweise jedoch mindestens Grundschulalter erforderlich) und Erfahrung  – der auf spielerische Art und Weise sein Allgemeinwissen verbessern will.
Schwerpunkt
Vielzahl von Themen und Bereichen, daher keine Schwerpunktorientierung.
Pädagogische Einschätzung
Durch die Abfrage von Vorwissen, bei völliger Orientierungslosigkeit aber Einsatzmöglichkeit der Joker oder Temperaturanzeige, wird User gefordert und gleichermaßen gelockt. Die Aufmachung mit Spielcharakter verspricht einen Suchtfaktor, der zu einer Verbesserung des Allgemeinwissens  führen kann. Ob die Informationen jedoch ausreichend schnell verarbeitet und langfristig gespeichert werden können, ist für mich fraglich.
Dokumentation des Lernfortschrittes
Veranschaulichung der Annäherung an richtige Beantwortung erfolgt an Thermometeranzeige; die Anzahl der richtig beantworteten Fragen wird an den Levels deutlich.
Es gibt keinerlei umfassende Auswertung über falsch oder richtig beantwortete Fragen oder die benötigte Zeit, die „Herausforderung“ nach einer bestimmten Anzahl von Levels beinhaltet jedoch eine Zusammenfassung der abgefragten Begriffe und anschließende Aufstellung/Dokumentation der Antworten. Erstgenanntes ist zum Teil an Pins festzumachen, die sich jedoch nach wenigen Minuten automatisch auffüllen. Trotzdem gibt es keinerlei Zuordnung zu einer Frage oder einem Themengebiet, die Aufschluss über möglichen Nachholbedarf oder Schwachpunkte innerhalb eines Bereichs geben würde.
Benutzerverwaltung
Es sind bei Anmeldung mehrere Benutzer verwaltbar. Duelloption vorhanden.
Lernhilfen
Sind die Temperaturanzeigen, die beschreiben, wie weit der User von der richtigen Antwort entfernt ist sowie das Angebot an zwei verschiedenen Jokern.
Mehrkanaligkeit
In erster Linie wird der visuelle Lerntyp angesprochen, der auditive gänzlich vernachlässigt, von Signalton bei richtiger Beantwortung abgesehen. Einzig und allein Übersichtlichkeit und Struktur wird durch Pinnadeln voll gewährleitet, den Temperaturen zugeordnete Farben eine Bedeutung zugeschrieben. Die Antwort wird auf das Befinden des Maskottchens übertragen und daher greifbarer. Benutzerfreundlichkeit und einfache Anwendung gegeben, jedoch wenig Abwechslung, auf Dauer möglicherweise langweilend.
Lernzielkontrolle
Mit Hilfe des Ausschlussverfahrens wird klar, ob der User die richtigen Antworten gespeichert hat und bei der nächsten Abfrage anwenden kann. Jedoch gibt es keinerlei Wiederholung oder gezielte Abfrage des bisher Gelernten, nur zum Teil wird dies in den  „Herausforderungen“ abgefragt.
Schüleraktivität
Interaktion durch Spielform gegeben.
Bewertung: max. 5 Punkte
Als Lernapp für die Abfrage von konkreten Lerninhalten und zur Lernzielkontrolle einen von fünf Punkten. Für die Freizeit, den Spaßfaktor und das verallgemeinerte Lernen dreieinhalb von fünf.

Magdalena Keutgens
Matrikelnr. 214201825

Apps die Kindern mit Handicaps das Leben erleichtern sollen

Ihr Name: Maike Schmidt
Matrikel-Nr.:214100722

App-Bewertung:



App-Name: LÜK
Anbieter: Westermann Lernspielverlag GmbH
Kurzbeschreibung:
Lernsystem für Kinder von 2-13 Jahren mit eingebauter Lernkontrolle.
Aufgabenbereiche: Mathematik, Sprache, Logisches Denken
Tester: Maike Schmidt
Datum: 21.01.14
Getestete Version: 22.11.2014 aktualisiert (Version 2.1)
Aktuelle Version: 22.11.2014 aktualisiert (Version 2.1)
Erforderliche Android-Version:
Erfordert iOS 7.1 oder neuer.
Kompatibel mit IPhone, Ipad und Ipod touch. Die App ist für Iphone 5 optimiert
Getestet mit: Iphone 5s
Kosten: App und Demos sind gratis, danach 1,99.- pro Aufgabenfeld
Zielgruppe: Kinder von 2-13, Vorschul- und Grundschulkinder
Schwerpunkt: Altersgerechte Aufgaben aus den Bereichen Mathematik, Sprache und Logisches Denken
Pädagogische Einschätzung: Das Prinzip „LÜK“ ist bereits seit 45 Jahren erprobt und pädagogisch empfohlen. Die App bietet den Kindern Lernspaß auf einem anspruchsvollen Niveau.
Dokumentation des   Lernfortschrittes* Es besteht die Möglichkeit der Selbstkontrolle. Wenn eine Aufgabe nicht ganz richtig gelöst wurde erscheint das Feld „korrigieren“. Die Teile der Aufgabe, in denen Fehler gemacht wurden, werden wiederholt. Die nächste Aufgabenstellung erfolgt erst, wenn alle Ergebnisse richtig sind.
Benutzerverwaltung* Es ist leider nicht möglich mehrere Benutzer zu verwalten.
Lernhilfen*
Die Aufgaben haben verschiedene Altersstufen. Es gibt Stufen von Vorschule bis Klasse 4.
Auf der Stufe Vorschule werden zum Beispiel keine Zahlen verwendet, sondern Symbole. Die Aufgaben sind so auch lösbar, wenn das Kind noch keine Zahlen beherrscht. Auf jeder Altersstufe müssen falsche Ergebnisse stets „korrigiert“ werden, um fortfahren zu können.
Mehrkanaligkeit* Die Aufgabenstellungen werden von der App laut vorgelesen. Kinder können die Aufgaben daher auch bearbeiten, wenn sie noch nicht lesen können. Alle Aufgabenstellungen werden zudem visualisiert und stehen zusätzlich in Schriftform zur Verfügung. Auch Menschen mit einer Einschränkung des Gehörs können somit problemlos alle Aufgabentypen bearbeiten.
Lernzielkontrolle* Es gibt nur Übungsaufgaben. Eigene Aufgaben lassen sich nicht erstellen.
Schüleraktivität* Der Lernende muss sich aktiv beteiligen und die Aufgaben lösen, danach erfolgt eine Selbstkontrolle
Kompensation: Eventuelle Schwächen können durch häufiges Üben ausgebessert werden. Durch die Selbstkontrolle ist der Lernerfolg für Schüler und auch Eltern transparent.
Bewertung: max. 5 Punkte
3 Punkte. (Minuspunkte für:
Lernzielkontrolle → Der Lernfortschritt lässt sich nicht festhalten, Eigene Aufgaben können nicht erstellt werden
Benutzerverwaltung → Es besteht keine Möglichkeit mehrere Benutzer/-innen verwalten zu können
Nutzung → Es gibt keine Speicherfunktion, Lernerfolge können nicht festgehalten werden)


Kriterien-Katalog*

Dokumentation des Lernfortschrittes
Welche Aufgaben wurden bearbeitet? Wurden die Aufgaben richtig gelöst? Wo hat das wurden Fehler gemacht? Der Lernfortschritt sollte mit Hilfe der App möglichst genau festgehalten werden. Optimal wären Informationen darüber, welche Aufgaben von den Lernenden bearbeitet wurden, wo Fehler gemacht wurden, wie viel Zeit für die Lösung von Aufgaben benötigt wurden.
Benutzerverwaltung
Bei Lernapps ist es wichtig, mehrere. Nur so ist eine Lernerfolgskontrolle jedes einzelnen Lerndende getrennt möglich.
Lernhilfen
Viele Apps beschränken sich darauf, den Lernenden anzuzeigen, ob eine Aufgabe   richtig oder falsch gelöst wurde. Das Lernen wird dabei kaum unterstützt, da   nur bereits vorhandenes Wissen abgefragt wird. Sinnvoller wären   kleinschrittige Lernhilfen, wenn ein Fehler gemacht wird.
In Mathematik könnte man beispielsweise eine Rechenaufgabe visuell darstellen, sodass die/der Lernende die Mengen abzählen kann.
Mehrkanaligkeit
Besonders   Menschen mit sog. Handicaps  lernen mit   "Kopf, Herz und Hand". Tablet-PCs bieten die Möglichkeit, durch   Berührung, mit Bild und mit Ton Lernenden Inhalte interaktiv zu vermitteln.   Eine gute App nutzt diese Möglichkeiten aus. Einfach nur "schön   bunt" bedeutet noch nicht, dass eine App motivierend ist. Bunte   Schriften machen dort Sinn, wo die Farben das Lernen unterstützen, indem Sie   z.B. ein wichtiges Merkmal hervorheben.
Lernzielkontrolle
Eine   App, die Wissen oder Fertigkeiten vermittelt, sollte in der Lage sein zu   prüfen, ob das vermittelte Wissen tatsächlich behalten wurde. Dies kann durch   Fragen oder Übungsaufgaben überprüft werden. Viele Apps auf dem Markt   beschränken sich allerdings auf das Abfragen von Wissen, das die App aber gar   nicht selbst vermittelt. Für manche Themenbereiche kann es auch sehr sinnvoll  sein, wenn eigene Übungsaufgaben erstellt werden können. So kann die  Lehrkraft die App noch besser an seine Unterrichtsinhalte anpassen. 
Schüleraktivität
Eine   gute Lernapp lässt die Lernenden nicht nur Inhalte konsumieren, sie fordert   Aktivität vom Kind und ermöglicht Interaktionen.
ERGÄNZEND:

 - Kompensation: kann ich mit der App bestehende Einschränkungen kompensieren
- Nutzung   Schule und zu Hause (Speicherfunktion/Wiederholungen)

- Gibt  es alternative „Lernstrategien“ (andere pädagogischen Ansätze) zur Lösung