Was
macht eine App zur guten Bildungsapp? Welche
Kriterien sind für den Einsatz in Bildungseinrichtungen im Bereich der wichtig?
An dieser Stelle sind grundlegende Kriterien für die Eignung von Apps in inklusiven Settings erläutern. Dies bietet Entwicklern die Möglichkeit, Apps zu entwickeln, die für den Einsatz im Bildungsbereich gut geeignet sind. Aber auch für di Bewertung und Einschätzung von bestehenden Apps sind diese Kriterien von Bedeutung. Wie kann es Studierenden im Bereich Education gelingen aus der Vielzahl der Angebote im App-Store die passende App zu finden?
Der Kriterien-Katalog der Seite
Schule-apps.de kann dabei eine Hilfestellung sein. Beispielsweise soll bei den
Anforderungen unterschieden werden, ob es sich um eine "Lernapp"
handelt, die Lerninhalte vermitteln soll, oder ob die App eher ein „Werkzeug“
darstellt, das im Unterrichtseinsatz z.B. als Nachschlagewerk oder zur
Erstellung von Präsentationen verwendet wird.
Dokumentation des
Lernfortschrittes
|
Welche
Aufgaben wurden bearbeitet? Wurden die Aufgaben richtig gelöst? Wo hat das wurden
Fehler gemacht? Der Lernfortschritt sollte mit Hilfe der App möglichst genau
festgehalten werden. Optimal wären Informationen darüber, welche Aufgaben von
den Lernenden bearbeitet wurden, wo Fehler gemacht wurden, wie viel Zeit für
die Lösung von Aufgaben benötigt wurden.
|
Benutzerverwaltung
|
Bei
Lernapps ist es wichtig, mehrere Benutzer/-innen verwalten zu können. Nur so
ist eine Lernerfolgskontrolle jedes Einzelnen Kind getrennt möglich.
|
Lernhilfen
|
Viele
Apps beschränken sich darauf, den Lernenden anzuzeigen, ob eine Aufgabe
richtig oder falsch gelöst wurde. Das Lernen wird dabei kaum unterstützt, da
nur bereits vorhandenes Wissen abgefragt wird. Sinnvoller wären
kleinschrittige Lernhilfen, wenn ein Fehler gemacht wird.
In
Mathematik könnte man beispielsweise eine Rechenaufgabe visuell darstellen, sodass
die/der Lernende die Mengen abzählen kann.
|
Mehrkanaligkeit
|
Besonders
Menschen mit sog. Handicaps lernen mit
"Kopf, Herz und Hand". Tablet-PCs bieten die Möglichkeit, durch
Berührung, mit Bild und mit Ton Lernenden Inhalte interaktiv zu vermitteln.
Eine gute App nutzt diese Möglichkeiten aus. Einfach nur "schön
bunt" bedeutet noch nicht, dass eine App motivierend ist. Bunte
Schriften machen dort Sinn, wo die Farben das Lernen unterstützen, indem Sie
z.B. ein wichtiges Merkmal hervorheben.
|
Lernzielkontrolle
|
Eine
App, die Wissen oder Fertigkeiten vermittelt, sollte in der Lage sein zu
prüfen, ob das vermittelte Wissen tatsächlich behalten wurde. Dies kann durch
Fragen oder Übungsaufgaben überprüft werden. Viele Apps auf dem Markt
beschränken sich allerdings auf das Abfragen von Wissen, das die App aber gar
nicht selbst vermittelt. Für manche Themenbereiche kann es auch sehr sinnvoll
sein, wenn eigene Übungsaufgaben erstellt werden können. So kann die
Lehrkraft die App noch besser an seine Unterrichtsinhalte anpassen.
|
Schüleraktivität
|
Eine
gute Lernapp lässt die Lernenden nicht nur Inhalte konsumieren, sie fordert
Aktivität vom Kind und ermöglicht Interaktionen.
|
ERGÄNZEND:
|
- Kompensation: kann ich mit der App bestehende Einschränkungen kompensieren
- Nutzung
Schule und zu Hause (Speicherfunktion/Wiederholungen)
- Gibt es alternative „Lernstrategien“ (andere pädagogischen Ansätze) zur Lösung |
