Mittwoch, 29. Oktober 2014

Kriterien für die Eignung von Apps im Bildungseinsatz



Was macht eine App zur guten Bildungsapp? Welche Kriterien sind für den Einsatz in Bildungseinrichtungen im Bereich der wichtig?

An dieser Stelle sind grundlegende Kriterien für die Eignung von Apps in inklusiven Settings erläutern. Dies bietet Entwicklern die Möglichkeit, Apps zu entwickeln, die für den Einsatz im Bildungsbereich gut geeignet sind. Aber auch für di Bewertung und Einschätzung von bestehenden Apps sind diese Kriterien von Bedeutung. Wie kann es Studierenden im Bereich Education gelingen aus der Vielzahl der Angebote im App-Store die passende App zu finden?
Der Kriterien-Katalog der Seite Schule-apps.de kann dabei eine Hilfestellung sein. Beispielsweise soll bei den Anforderungen unterschieden werden, ob es sich um eine "Lernapp" handelt, die Lerninhalte vermitteln soll, oder ob die App eher ein „Werkzeug“ darstellt, das im Unterrichtseinsatz z.B. als Nachschlagewerk oder zur Erstellung von Präsentationen verwendet wird. 

Dokumentation des Lernfortschrittes

Welche Aufgaben wurden bearbeitet? Wurden die Aufgaben richtig gelöst? Wo hat das wurden Fehler gemacht? Der Lernfortschritt sollte mit Hilfe der App möglichst genau festgehalten werden. Optimal wären Informationen darüber, welche Aufgaben von den Lernenden bearbeitet wurden, wo Fehler gemacht wurden, wie viel Zeit für die Lösung von Aufgaben benötigt wurden.

Benutzerverwaltung

Bei Lernapps ist es wichtig, mehrere Benutzer/-innen verwalten zu können. Nur so ist eine Lernerfolgskontrolle jedes Einzelnen Kind getrennt möglich.
Lernhilfen

Viele Apps beschränken sich darauf, den Lernenden anzuzeigen, ob eine Aufgabe richtig oder falsch gelöst wurde. Das Lernen wird dabei kaum unterstützt, da nur bereits vorhandenes Wissen abgefragt wird. Sinnvoller wären kleinschrittige Lernhilfen, wenn ein Fehler gemacht wird.
In Mathematik könnte man beispielsweise eine Rechenaufgabe visuell darstellen, sodass die/der Lernende die Mengen abzählen kann.

Mehrkanaligkeit

Besonders Menschen mit sog. Handicaps  lernen mit "Kopf, Herz und Hand". Tablet-PCs bieten die Möglichkeit, durch Berührung, mit Bild und mit Ton Lernenden Inhalte interaktiv zu vermitteln. Eine gute App nutzt diese Möglichkeiten aus. Einfach nur "schön bunt" bedeutet noch nicht, dass eine App motivierend ist. Bunte Schriften machen dort Sinn, wo die Farben das Lernen unterstützen, indem Sie z.B. ein wichtiges Merkmal hervorheben.

Lernzielkontrolle

Eine App, die Wissen oder Fertigkeiten vermittelt, sollte in der Lage sein zu prüfen, ob das vermittelte Wissen tatsächlich behalten wurde. Dies kann durch Fragen oder Übungsaufgaben überprüft werden. Viele Apps auf dem Markt beschränken sich allerdings auf das Abfragen von Wissen, das die App aber gar nicht selbst vermittelt. Für manche Themenbereiche kann es auch sehr sinnvoll sein, wenn eigene Übungsaufgaben erstellt werden können. So kann die Lehrkraft die App noch besser an seine Unterrichtsinhalte anpassen.
Schüleraktivität

Eine gute Lernapp lässt die Lernenden nicht nur Inhalte konsumieren, sie fordert Aktivität vom Kind und ermöglicht Interaktionen.
ERGÄNZEND:

 - Kompensation: kann ich mit der App bestehende Einschränkungen kompensieren
- Nutzung Schule und zu Hause (Speicherfunktion/Wiederholungen)
- Gibt es alternative „Lernstrategien“ (andere pädagogischen Ansätze) zur Lösung






Inklusive Bildung

Das Thema Inklusion wird von medien+bildung.com mit dem Projekt mobil+stark bearbeitet, gefördert, umgesetzt und in immer neuen Projekten mit entsprechenden Bausteinen erprobt. 
Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Mobiles Lernen im Unterricht"für den BA Education (1.4 Medienbildung) an der Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz) arbeiten im Wintersemester 2014/15 in der Tat 100 Studierende an einer Sammlung von Apps für inklusive Szenarien mit mobilen Medien. 
Die Sammlung ist in diesem Blog zusammengestellt.